Ab wann ist die Reisebuchung eigentlich verbindlich?

Im allgemeinen ist das so, dass der Reisevertrag erst zustande kommt, wenn der Veranstalter erkennen lässt, dass er den Vertrag erfüllen möchte. In der Regel erfolgt das über die Reisebestätigung. Ab diesem Zeitpunkt sind beide Parteien an den Vertrag gebunden und müssen diesen auch erfüllen.

Die Verbindlichkeit für den Reisenden beginnt meist schon früher. Bereits bei der Buchung im Reisebüro gibt der Reisende ein bindendes Andebot ab. Der Vertragspartner kann sich darauf verlassen, dass dieses Angebot ernst gemeint ist.

Ein zweiwöchiges Widerrufsrecht, wie es häufig von Verbrauchern ins Feld geführt wird, gibt es nicht. Schon die Römer wussten, pacta sunt servanda (Verträge sind zu erfüllen). Dass ein Kunde in einigen Vergträgen ein Widerrufsrecht erhält liegt lediglich daran, dass das Gesetz bei Haustürgeschäften, bei Verbraucherkreditverträgen oder auch bei Fernabsatzgeschäften (z.B. Buchung über das Internet) ein Widerrufsrecht gewährt. Allerdings schließt § 312 b Abs. 3 Nr. 6 BGB das Widerrufsrecht für Fernabsatzgeschäfte über klassische Pauschalreiseleistungen aus. Im Regelfall wird der Reisende also auch bei Buchungen über das Internet kein Widerrufsrecht nach den Vorschriften über Fernabsatzverträge haben.

Einzigen Chancen sind die, dass Sie die Bindung ausschließen (z.B. durch Zusatz wie "Angebot freibleibend") oder aber bei schriftlichen Buchungen einen Widerruf schicken, der vor der Bestellung eingeht (per Fax oder Fon). Letzteres klappt allerdings nicht, wenn Sie direkt im Reisebüro buchen.

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