Wie ist das mit der Reisekostenrücktrittsversicherung/ Reiserücktrittsversicherung?

Geltung

Die Reiserücktrittskostenversicherung (oder auch Reiserücktrittsversicherung) ist streng an den Abschluss des Reisevertrages gebunden. Nach dem Reiserecht ist der Veranstalter sogar verpflichtet, den Reisenden auf die Möglichkeit des Abschlusses einer solchen Versicherung hinzuweisen. Ist dieser aus irgend einem Grunde unwirksam (Geschäftsunfähigkeit, Anfechtung wegen Irrtums u.s.w.), so ist auch die Reiserücktrittsversicherung unwirksam.

Inhalt

Umfasst sind Stornokosten bei einem Reiserücktritt, nicht jedoch die sonstigen Kosten die dem Reisenden selbst und den Mitreisenden hieraus entstehen. Bei einem Reiseabbruch werden nur die Kosten ersetzt, die als Reiseleistungen in den Reisevertrag enthalten waren. (z.B. zusätzliche Kosten für Rückflug bei Pauschalreise mit Flug, aber nicht bei Selbstanreise, Umbuchungsgebühren) Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Übernahme der Kosten für den Reiseabbruch direkt mit dem Versicherer vereinbart war (Reisekostenabbruchversicherung).

Nicht gedeckt sind Überführungskosten von Verletzten oder Toten, wohl aber Transportkosten für Gepäck des Reisenden. Auch darf der Reisende nicht luxuriöser zurückfliegen, als es im Reisevertrag vorgesehen war. Hier versagt die Deckung.

Es sind jedoch die wenigsten Fälle des Reiserücktritts überhaupt erfasst.

Der Versicherte hat zudem erhebliche Pflichten.

Risiko des Versicherten

Die Versicherung muss nicht zahlen, wenn der Versicherte das Risiko bei Abschluss des Vertrages gekannt hat oder das Ereignis aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen entstanden ist.

Umfang

Der Versicherer behält sich in der Regel einen Selbstbehalt (ähnlich der Kaskoversicherung) vor, der im Normalfall 25,00 € beträgt, aber auch abweichend geregelt werden kann. Bei Rücktritt wegen Krankheit des Versicherten muss der Reisende 20 % des Reisepreises - mindestens 25,00 € - selbst tragen.

Fazit:
Reiserücktrittsversicherungen schützen nur bei Katastrophen!

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